Personal work

Werbegesichter

Eine Fotoserie als Messmethode für die Emotionalität von Werbefilmen.

Werbegesichter ist der Titel meiner Bachelorarbeit.
Ziel der Arbeit war es, auf künstlerische Art und Weise darzustellen, dass Werbung mehr ist, als etwas, das man ertragen muss, während man Fernsehen oder Youtube schaut, sondern sie in der Lage ist, starke Emotionen hervorzurufen.

Ich habe einen 15-minütigen Zusammenschnitt aus von mir ausgewählten Werbefilmen erstellt. Dieser hatte das Ziel, beim Zuschauer bestimmte Emotionen hervorzurufen. Ich habe in einem Fotostudio einen Bildschirm und eine Dauerlichtquelle aufgebaut, da ein Blitz für zu viel Ablenkung sorgen würde.  Außerdem waren im Studio zwei Kameras aufgebaut. Eine zum schießen der Fotos und eine zum filmen und um mir ein kontinuierliches Bild der Personen zu liefern.
Den Bildschirm habe ich mit einem Laptop außerhalb des Raumes verbunden, die Fotokamera mit einem zweiten Laptop und die Filmkamera mit einem externen Bildschirm.
Über Laptop eins konnte ich den Zusammenschnitt starten und stoppen und gleichzeitig sehen, welchen Werbespot die Person im Studio gerade schaut. Mit Laptop 2 konnte ich die Fotokamera auslösen und der externe Bildschirm lieferte mir ein Videosignal der Person, damit ich ihre Reaktionen sehen kann.
Mit diesem Aufbaue hatte ich die optimale Kontrolle über das, was im Raum passiert, ohne selber im Raum zu sein und die Person abzulenken.

… außerdem habe ich die Fotokamera auf ‘geräuschloses Auslösen’ gestellt, damit die Person nicht merkt, wann ich Fotos mache.

 

 

Firmen sind heutzutage kaum noch in der Lage, USPs zu kreieren. Selbst UAPs sind schwer zu finden, da die Produkte auf dem Markt immer ähnlicher werden.
Ein gutes Beispiel dafür bietet der Smartphone Markt. Konsumenten interessieren sich weniger für das “Was” und mehr für das “Warum” eines Produkts oder einer Marke.

Das menschliche Gehirn ist so strukturiert, dass Emotionen eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess spielen. Studien zeigen, dass Menschen, deren Gehirn Schaden in dem Bereich genommen hat, der für das verarbeiten von Emotionen zuständig ist, schwerwiegende Probleme dabei habe auch nur kleinste Entscheidungen zu treffen. Einfach gesagt: Je enger der Konsument ein Produkt mit einer Emotion verbindet, desto eher wird er die Entscheidung treffen, es zu kaufen.

Studien zeigen außerdem, dass Emotionen und ihr äußeres Erscheinungsbild auf der ganzen Welt gleich sind. Sie sind universell. Emotionen werden nicht erlernt, man wird mit ihnen geboren.
Denken sie mal über das Folgende nach: Wenn wir Emotionen und ihr äußeres Erscheinungsbild erst erlernen müssten, dann würden Menschen, die blind geboren sind ein anderes Ausdrucksverhalten für Emotionen an den Tag legen. Aber das tun sie nicht.

 

Weitere Studien haben gezeigt, dass Marken Emotionen auf die gleiche Weise hervorrufen, wie Tiere, andere Menschen oder Dinge, die uns etwas bedeuten. Nur in einer abgeschwächten Form. Das bedeutet, dass Marken, wenn sie es richtig machen, zu konditionierten Stimuli im menschlichen Gehirn werden und jedes Mal, wenn man etwas von/über diese Marke sieht/hört, fühlt man eine bestimmte Emotion.

 

Die Art und Weise, wie heute Medien konsumiert werden, führt zu einer sehr fragmentierten, rudimentären Kommunikation. Viele Menschen sind von der Menge an Informationen, mit der sie konfrontiert werden, überfordert und schotten sich ab.
Moderen Unternehmen, die potentielle Kunden erreichen und eine starke Bindung zwischen ihnen und Marken aufbauen wollen müssen sich stark mit dem Thema Storytelling auseinandersetzen und so eine emotionale Marke schaffen.